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1. Identität und Auftrag
Wir sind ein seit 1987 bestehender in Bielefeld und Halle/Westfalen ansässiger gemeinnütziger Bildungsträger mit kollektiven Entscheidungsstrukturen. Vor diesem Hintergrund verstehen wir unseren Auftrag in der gesellschaftlichen, insbesondere beruflichen Integration benachteiligter Jugendlicher und Erwachsener durch das Anstoßen und Begleiten von Bildungsprozessen. Arbeitsabläufe werden durch das Team organisiert. Vorhandene Arbeit wird so aufgeteilt, dass Entlassungen vermieden werden.

2. Werte
Wir verstehen Lernen als einen lebenslangen Prozess, der die Chancen von Menschen zur gleichberechtigten Teilnahme am gesellschaftlichen Leben verbessern soll.

Das Ziel eines selbstbestimmten Menschen setzt Mitbestimmung an den eigenen Lernprozessen und die Möglichkeit sozialen Lernens voraus und geht über die reine Wissensvermittlung hinaus.

Für die Interaktion untereinander und mit unserer Klientel stehen wir ein für konstruktive Konfliktfähigkeit auf der Basis eines respektvollen Umgangs mit dem jeweiligen Anderen und der Toleranz gegenüber abweichenden Meinungen und Weltanschauungen.

3. Kunden
Unsere Auftraggeber sind überwiegend öffentliche Bildungsfinanzierer wie die Bundesagentur für Arbeit, das Bundesbildungsministerium, Kreise und Kommunen.

Unsere Bildungs- und Beratungsangebote richten sich an Jugendliche mit besonderem Förderbedarf in der dualen Berufsausbildung, Jugendliche und junge Erwachsene ohne Arbeit bzw. Ausbildung, Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen allgemeinbildender Schulen und Berufsrückkehrerinnen.

4. Allgemeine Ziele
Als Hauptziel unserer Arbeit sehen wir die Zufriedenheit unserer Kunden an. Die Anforderungen unserer Auftraggeberinnen und die Wünsche unserer Teilnehmerinnen erfüllen wir durch die Entwicklung und Durchführung pädagogisch sinnvoller und bedarfsgerechter Bildungs- und Qualifizierungsangebote. Das Engagement unsere Mitarbeiterinnen, hervorgerufen durch Arbeitszufriedenheit und Identifikation mit dem Verein, spielt dabei eine herausragende Rolle. Den Erhalt von Arbeitsplätzen zu sozial und wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen sehen wir hierfür neben großen Mitentscheidungsrechten als Voraussetzung an. Durch personelle Kontinuität können wir auf viel berufliche Erfahrung zurückgreifen und sichern den Verbleib sozialer und fachlicher Kompetenzen im Verein.

5. und 7. Fähigkeiten und Ressourcen
In unserem Team arbeiten hauptberufliche MitarbeiterInnen, die seit vielen Jahren in unserem Verein tätig sind.

Viele der KollegInnen können neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium auch eine handwerkliche oder kaufmännische Berufsausbildung nachweisen. Zudem haben einige von uns therapeutische und sozialpädagogische Zusatzqualifikationen erworben. Diese fachlichen und sozialen Kompetenzen bilden die Grundlage unserer Arbeit.

Durch die Orientierung des Teams an dem Grundsatz gleichberechtigter Teilhabe an den vereinsinternen Abläufen und auf der Grundlage der von uns entwickelten kollektiven Strukturen verfügen wir über eine gut organisierte Selbstverwaltung, ein hohes Maß an Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Eigenverantwortung sowie ein überdurchschnittliches Engagement der MitarbeiterInnen.

Die Idee des lebenslangen Lernens bedeutet für uns die Schaffung von Freiräumen für pädagogische und fachspezifische Fortbildungen und für die Entwicklung und Erprobung neuer Lehr- und Lernansätze. Hier sind wir in der Lage unbürokratisch auf veränderte Gegebenheiten zu reagieren und zeitnah neue Projekte zu entwickeln.

Neben den erwähnten personellen und personalen Fähigkeiten und Ressourcen sichert eine Unterrichts- und Schulungsinfrastruktur auf zeitgemäßem Standard das Gelingen und den Erfolg unserer Arbeit.

Seit vielen Jahren stehen wir in enger Kooperation mit anderen Bildungsträgern. Durch unsere Mitarbeit in regionalen und überregionalen Arbeitskreisen sind wir eingebunden in unterschiedliche Netzwerke und betrachten die daraus entwickelten Beziehungen und Kontakte als eine weitere wesentliche Ressource.

8. Gelungenes Lernen
Wir sehen gelungenes Lernen immer in Abhängigkeit von den individuellen Voraussetzungen und Zielsetzungen unserer Kunden. In Auseinandersetzung mit ihrem gesellschaftlichen Umfeld und aufgrund ihrer persönlichen Ausgangsposition kann dies sehr unterschiedlich aussehen und ist letztlich aus Sicht der Person zu betrachten und zu beurteilen.

Unabhängig von diesen individuellen Ausgangslagen verstehen wir unter gelungenem Lernen, dass unsere Teilnehmer beim Verlassen der unterschiedlichen Maßnahmen über ein höheres Maß an Selbstvertrauen, Selbstverantwortung und Teamfähigkeit verfügen, sie befähigt sind, auf vorhandene Kenntnisse aufzubauen und selbständig das Gelernte weiterzuentwickeln bzw. anzuwenden.

Aus unserer Praxis können als positive Beispiele angeführt werden: Bestehen von Prüfungen, berufliche Neuorientierung, Vermehrung sozialer Kontakte, Arbeitsaufnahme, Umgang mit persönlichen Krisen, Reflektion eigenen Handelns, Erkennen von Zusammenhängen.

9. Kontroll- und Revisionsverantwortung
Die Kontrolle der Übereinstimmung der realen Arbeitspraxis des Vereins mit seinem Leitbild und die nötige/mögliche/sinnvolle Revision des Leitbildes z.B. durch veränderte Organisationsumwelt, neue Arbeitsfelder oder strukturell andere Zusammensetzung des Personals liegt in der Verantwortung von Leitungsteam und Vorstand und wird jährlich auf Leitungsteamtagen thematisiert. Veränderungen des Leitbildes werden intern und extern veröffentlicht.